Ratenkredit als Lieferant

Der Lieferantenkredit ist das, was man als Kunde unter Ratenkauf kennt. Fast Jeder, der schon einmal in einem Versandhaus eingekauft hat, hat für seine Ware ein bestimmtes Zahlungsziel. In der Regel sind es zwischen 30 und 90 Tage, aber manchmal räumen Versandhäuser auch eine längere Zeit als Zahlungsziel ein. Obwohl man beim Ratenkauf kein Geld bekommt, handelt es sich trotzdem um einen Ratenkredit.

Skonto beim Lieferantenkredit

Kommt der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen vor Ablauf der Frist nach, kann er sich in den meisten Fällen vom Rechnungsbetrag noch ein Skonto abziehen. Das Skonto ist für die Firmen eine Möglichkeit ihr Geld möglichst schnell zu bekommen. Im Regelfall bieten die Lieferanten bei schneller Zahlung ein Skonto von 2 – 3 % des Rechnungsbetrages. Grundlage für die Berechnung ist der Bruttobetrag. Da eine Barzahlung auch eine Zahlung in der genannten Frist darstellt, wird das Skonto im Volksmund auch als Barzahlungsrabatt bezeichnet.

Diese Bezeichnung ist aber absolut irreführend, denn die Möglichkeit des Skontoabzuges hat nichts mit der Art der Bezahlung zu tun, sondern nur mit der Schnelligkeit, in der die Zahlung geleistet wird. Ein Anrecht auf Skonto hat man nicht. Da spielt es auch keine Rolle, ob man seine Rechnung sofort bezahlt oder einen Konsumentenkredit in Anspruch nimmt. Die Gewährung des Skontos ist eine freiwillige Leistung des Kreditgebers, auch bei einem Konsumentenkredit.

Rückzahlung Konsumentenkredit

Konsumentenkredite, die von Lieferanten gewährt werden, sind in der Regel an bestimmte Einkäufe gebunden. Das kann ein Auto sein, aber auch ein Fernseher oder Möbel. Der Lieferantenkredit wird in der Regel in der Höhe gewährt, die zur Anschaffung der bestimmten Ware benötigt wird. Den meisten Kunden fällt es dabei gar nicht auf, dass sie einen Ratenkredit beantragt haben, denn sie kaufen ja nur die Ware.

Aber auch Waren kann man nur dann auf Kredit kaufen, wenn man kreditwürdig ist. Jeder größere Versandhandel wird sich als erstes bei der Schufa erkundigen, ob es in der letzten Zeit Unregelmäßigkeiten bei anderen Zahlungsverpflichtungen gegeben hat. Für die Bezahlung der gekauften Waren, bzw. für die Begleichung des Konsumentenkredites gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann mit dem Lieferanten einen festen monatlichen Betrag vereinbaren, oder man zahlt den Konsumentenkredit in flexiblen Raten zurück. Der feste Betrag wird meistens bei einem Kauf von Waren gewählt. Aber auch wer sein Konto überzogen hat und bei seiner Bank einen Dispokredit in Anspruch nimmt, hat einen Konsumentenkredit in Anspruch genommen. Diese Rückzahlung läuft in den meisten Fällen flexibel. Die Rückzahlung eines Dispokredites erfolgt in der Regel mit dem Eingang der Lohnzahlung.

Die meisten Versandhäuser räumen eine Zahlung in mehreren Raten ein. Das ist dann genauso als wenn man von einer Bank einen Ratenkredit in Anspruch nehmen würde, nur das hier der Lieferant der eigentliche Kreditgeber ist. In manchen Aktionszeiträumen kann man einen Lieferantenkredit kostenlos bekommen, das heißt, man zahlt auf den Kreditbetrag keiner Zinsen. Aber meistens ist der Zinssatz an den Zinssatz der Banken angelehnt. Die Zinsen sind berechtigt, weil der Lieferant während dieser Zeit mit seinem Geld nicht anderweitig arbeiten kann.